JMS Aktivitäten

JUN 19

19.06.24, 8:11 Uhr

Die Tuba - Instrument des Jahres 2024

Mit der Tuba haben sich die Landesmusikräte für den Riesen unter den Blechblasinstrumenten als Instrument des Jahres 2024 entschieden. Eine Beitragsserie begleitet die Auserwählte durch das Jahr.


So erschien zu diesem aktuellen Thema des Musiklebens auf den Fokus-Seiten des Deutschen Musikinformationszentrum (miz) u. a. ein Experten-Interview mit der JMS-Lehrkraft Emma Geser.

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Folgen Sie bitte dem nachstehenden link:
https://miz.org/de/tuba-im-fokus-3-unterricht-fuer-gross-und-klein?fbclid=IwZXh0bgNhZW0CMTEAAR2e03Tva7NJJwQAZCeuLUv6UNp9coXNeEyhlpCC5sP7VP8aNOXIvNcFm2g_aem_AekwjHAF6DmpAYr96UJZcNgewW4v0OZA2ajQUYZCMKwQ-k0hIrYaKU_-wOKukpyPyxim2sd0URHvs8qxrVKUdYGH

 

JUN 6

06.06.24, 10:58 Uhr

Wau Bulan - Tracy Wong

Jugend- und Kammerchor der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu

Jugend- und Kammerchor der Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu

Iren Amann, Percussion
Christian Feichtmair, Leitung

APR 23

23.04.24, 14:46 Uhr

JMS-Chöre in Rot an der Rot

Die Auftritte der JMS-Chöre auf der Wangener Landesgartenschau rücken immer näher. Und so begaben sich Jugend- und Kammerchor und die Boys' Voices mit ihrem Leiter Christian Feichtmair ins Kloster nach Rot an der Rot, um sich auf die anstehenden Konzerte vorzubereiten. Es wurde intensiv geprobt und gesungen. Aber auch Spiel und Spaß kamen nicht zu kurz. Die hervorragende Klosterküche verwöhnte die Sängerinnen und Sänger mit leckeren und abwechslungsreichen Mahlzeiten. Am Samstagabend gab es für alle Besuchergruppen im Kloster ein spontanes Konzert. „Ich hatte Gänsehaut!“, so eine Besucherin und ein weiterer Gast wollte die Auftrittsdaten der Chöre wissen. „Dann kommen wir nach Wangen!“

Nun freuen sich alle auf das gemeinsame Chorkonzert am 5. Mai auf der großen Sparkassen-Kulturbühne der Wangener Landesgartenschau. Am 7. Juli sind die Kinderchöre dort mit Auszügen aus dem Musical „Max und die Käsebande“ zu erleben und am 21. Juli gibt es ein gemeinsames Konzert der JMS-Chöre mit dem Sinfonieorchester der JMS.

 

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DEZ 20

20.12.23, 12:15 Uhr

Konzertfahrt nach Liechtenstein

Ich liebe diesen Moment, der mittlerweile eine Tradition geworden ist:
alle drei Monate am Mittwoch um 17:30 Uhr - mein Unterrichtsraum in der Musikschule ist voll. Zwischen 15-20 junge Menschen stehen da, lachen, plaudern miteinander, necken sich. Alle sind schick angezogen. Vor der Musikschule warten vier Autos. Es duftet nach Hefezopf. Eindeutig: wir fahren wieder zu einem Konzert nach Liechtenstein!
Um unsere Fahrten haben sich liebevolle Rituale entwickelt. Für jedes Auto muss ich einen gelben Hefezopf backen (Safran oder Kurkuma helfen mir bei der Aufgabe). Den nennen wir Konzert-Zopf. Ich backe selbstverständlich nur aus gesunden Zutaten: Dinkelmehl und Rohrzucker. Es wird ausgehandelt wer mit wem im Auto sitzt. Nach dem Konzert, da wir ziemlich spät zurück kommen, wird jedes Kind direkt nach Hause gefahren. Wir lieben im Saal ganz oben an der Galerie sitzen. Da stören wir niemanden, auch wenn wir uns ein wenig unterhalten während des Konzertes. Schließlich muss alles besprochen werden. Die Interpretation klar, aber auch zum Beispiel das Outfit der Solistin 😇. Es gehört auch dazu.  
Das Orchester Liechtenstein verfolgt eine wunderbare Politik: Jugendliche sind das Publikum der Zukunft. Die Eintrittskarten werden den Schülern und den erwachsenen Fahrern für ein Mittwoch-Konzert geschenkt.  
Das Programm ist diesmal umwerfend.  Rhapsodie als Form schenkt dem Komponisten ziemlich viel Freiheit. Also bekommen wir lauter Hits der klassischen Musik zu hören:
Ungarische Rhapsodie von Franz Liszt,  Rumänische Rhapsodie von George Enescu. Von Emmanuel Chabrier "España-Rhapsodie", von David Popper "Ungarische Rhapsodie" ein unglaublich virtuoses Stück für Cello, das von einem jungen technisch umwerfenden Violoncellisten vorgetragen wird.  
Aaaaaber nichts, kein Stück kann das Werk von Rachmaninow in den Schatten stellen: Rhapsodie über das Thema von Paganini. Darauf warten wir gespannt.  
Ein junger Pianist kommt auf die Bühne. Lässig gekleidet. Und spielt so locker, ohne Mühe eines der schwierigsten Werke auf der Welt.  Paganini wurde schon "Teufelsgeiger" genannt. Sein Stück, was das Thema für Rachmaninow geliefert hat ist unglaublich schwer. Was Rachmaninow daraus gemacht hat, ist das Anspruchvollste für einen Pianisten, aber der Robert Neumann (Preisträger von vielen nahmhaften Wettbewerben) spielt mit Leichtigkeit. In dem Werk ist "das Teuflische" deutlich zu hören, allerdings wäre Rachmaninow nicht Rachmaninow, wenn er nicht ein unglaubliches Thema eingebaut hätte: breit, wunderschön, emotional entführend in andere Welt. Wir hören mit angehaltenen Atem zu.
Und ich... ich freue mich die ganze Zeit, dass meine geliebten Schüler es kennenlernen. Dass sie mit mir zu einem klassischen Konzert fahren. Ich stelle mir vor: in zwanzig, dreißig, vierzig Jahren werden sie ihren Kindern in einem Konzert erzählen über unsere Fahrten nach Liechtenstein.  Mit... einem gelben Hefezopf 🤣

Anna Guggolz

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DEZ 20

20.12.23, 8:53 Uhr

Bach-Wettbewerb für junge Klaviertalente

Sophia Aoki in Köthen (Anhalt)

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Wer hat schon mal an einem Wettbewerb teilgenommen, kennt diesen Moment: Preisverkündung. Spannend!
Alle Teilnehmer des Bach-Wettbewerbs in Köthen haben vorgespielt. Die Jury-Mitglieder haben zwei Tage der ersten Altersgruppe zugehört. So viele junge Pianisten haben teilgenommen. Alle haben sich gut vorbereitet,das Niveau war sehr, sehr hoch.
Sophia Aoki (10 Jahre alt), ihre Mama Miriam Heuberger-Aoki und ich als ihre Klavierlehrerin sitzen nun in einem proppevollen Saal in Köthen. Alle anderen Teilnehmer, ihre Eltern, Geschwister, Lehrer warten auf die Juroren. Stimmengemurmel, in der Mitte des Saals steht der Flügel, davor ein Portrait vom Johann Sebastian Bach, dessen Musik lieben wir alle hier Anwesenden.
Endlich: die Mitglieder der Jury kommen und gratulieren erst einmal allen Kindern, die vorgespielt haben.  Mit Recht, denn zwar seit tausenden von Jahren stellen sich die Menschen dem Wettbewerb, wir messen unsere Kräfte im Sport und in anderen Bereichen, wir wollen wissen "wo wir stehen" und bitten deswegen die Besten in dem Fach unsere Leistung zu bewerten, aber jeder, der hier vorgespielt hat, hat viele, viele Stunden geübt, sich bemüht, Mut gehabt ein langes Programm vorzutragen. Schön, dass das von erwachsenen Pianisten-Kollegen gewürdigt wurde.
Nun werden die Teilnehmer aufgerufen in der Reihenfolge ihres Auftritts. Uiii, das kann lange dauern, denn Sophia hat fast am Ende des zweiten Bewertungstages vorgespielt, also warten wir geduldig.  
Jedem Kind wird gratuliert,  die Punktezahl gesagt und eine Urkunde übergeben.  
Da wir warten müssen, wandern meine Gedanken zurück in die Zeit der Vorbereitung. Nämlich, um hier sitzen zu dürfen und zu warten bis sie aufgerufen wird, hat Sophia einen langen Weg hinter sich.  
Wir mussten die Stücke auswählen passend zu den Bestimmungen des Wettbewerbs. Es gab natürlich auch zeitliche Angaben. Aber es war sehr wichtig, dass Sophia die Stücke auch mag, denn sie musste sie viele Stunden üben. Viele Korrekturen in Artikulation, Phrase, Dynamik einarbeiten. Den Stücken ihre eigene persönliche Aussage verleihen. Nicht zuletzt sie mehrmals vorspielen, um die Sicherheit zu erlangen. Nach jedem Vorspiel wieder sich der Frage stellen: war es stylistisch passend zur Epoche? Was hat der Komponist in diesem Werk ausdrücken wollen? Welche Emotionen spielen mit?
Dann die lange Fahrt im Auto nach Köthen, über 7 Stunden. Sophia bekam ein kuscheliges Nest aus Kissen und Decken auf der Rückbank. Sicher angeschnallt, konnte sie trotzdem e-books genießen und... Vokabeln für den nächsten Test lernen, denn der Schulalltag geht weiter.
Am Abend der Ankunft lustiges gemeinsames Picknick im Hotelzimmer. Anmeldung in der Musikschule. Schon am nächsten Morgen nach dem Frühstück: Einspielen in den zugewiesenen Räumen zur einer Uhrzeit, die vom Veranstallter sorgfälltig geplant wird. Wir Musiker kennen die Abläufe, das ist "unsere Welt ".
Kurzes Einspielen in dem Vortragssaal, um den Flügel kennenzulernen und dann... warten auf den Auftritt. Hände warm halten und sich selber ruhig halten. Das kann Sophia ganz toll.
Endlich: spielen dürfen!
Sie hat wunderschön vorgespielt. Ausdrucksstark, sicher, gefühlvoll, freudig.
Nun sitzen wir hier und warten, ob es den Juroren auch so gefallen hat?  Natürlich gibt es auch andere Teilnehmer, die auch sehr gut gespielt haben. Manche haben wir uns angehört. Die Vorträge haben uns sehr gefallen.  
Kinder werden aufgerufen, Sophia weiß wann sie vorgespielt hat. Sie richtet sich, um nach vorne zu gehen und... wird nicht aufgerufen! Wir tauschen Blicke aus. Wurde sie womöglich vergessen, übersehen?
Nun werden sechs Förderpreise verliehen. Sophia ist nicht dabei. Die Förderpreisträger freuen sich sehr, nehmen ihre Urkunden entgegen. Die Punktezahl, die gesagt wird, ist immer höher.  
Jetzt werden zwei dritte Preise vergeben. Die Spannung wächst.  
Zweiter Preisträger wird nach vorne gebeten. Jetzt ist nur noch eine Person im Saal, die nicht aufgerufen wurde und nur noch... der erste Preis übrig. Unsere Augen treffen sich, wir fangen an uns zu freuen.  
JA! Sie hat gewonnen!
Der erste Preis in ihrer Altersgruppe.  
Der Vorsitzende der Jury gratuliert Sophia mit sehr anerkennenden Worten. Sie darf bei dem Preisträgerkonzert am Wochenende (übrigens das bedeutet noch einmal die lange Fahrt nach Köthen und zurück 😅) zwei Stücke vorspielen. Und es gibt Geld, schließlich hat sie gewonnen!
Große Freude!
Erst mal wird natürlich die Familie angerufen. Sophias Papa ist zu Hause geblieben mit dem kleinen Bruder,  er wartet auf die Nachricht. Die Großeltern und ihre Tante haben auch in beruflichen Leben mit Musik zu tun. Alle freuen sich mit Sophia und gratulieren.
Uns erwartet natürlich die Fahrt zurück nach Wangen. Wir kommen spät in der Nacht an. Müde aber sehr glücklich.  

Auf Sophia Aoki warten nächste Stücke zu üben. Nächste Erfahrungen in der wunderbaren Welt der Musik, Projekte, Auftritte. Es bleibt spannend!

Anna Guggolz

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